Hypnose im Coaching?

Ältere Definitionen der Hypnose sind oft sehr einseitig oder falsch: Es wird behauptet, ein Klient unterwerfe sich willenlos dem Einfluss eines Hypnotiseurs und empfange in einem schlafähnlichen Zustand Suggestionen. Diese Definition beschreibt das Vorgehen im antiken Griechenland und enthält auch autoritäre Elemente der Hypnose, wie sie zu Zeiten Freuds angewandt wurden. 

Die moderne Hypnose ist ein kooperatives Kommunikationsverfahren, in dem der Klient in einen leichten (gelegentlich auch etwas tieferen) Trancezustand geht. Dieser ist vergleichbar mit einer "Trance", wie man sie in einem normalen Tagtraum oder beim Hören eines schönen Musikstückes jeden Tag erleben kann.

In der Trance arbeiten Klient und Begleiter mit eher intuitiven und bildlichen Elementen an Lösungen oder Zielen, also nicht so sehr mit präzisem logischem Denken. In dieser Form des Hypno-Coachings ist es sogar möglich wesentlich ?unmanipulativer? (also prozessorientiert) vorzugehen als in anderen Beratungsverfahren, da Inhalte, Themen und Lösungsideen der Klienten den Beratern nicht bekannt sein müssen und auch nicht sprachlich vorgegeben werden.