Unsere Region in der Mobilitätswende

Unsere Region in der Mobilitätswende

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Eine Kooperation der Gemeinde Kremsmünster, anlässlich der Mobilitätsmesse „Anders voran“ und ExpertForce e. Genossenschaft. Vier TOP-Referenten boten einen Überblick von aktueller Speichertechnologie, Netzversorger-Technik, Power to Gas, bis zu autonomen Fahren von Eisenbahnen.

Markus Kreisel – Kreisel GmbH & Kreisel Electric GmbH

Die drei Inhaber des innovativen Unternehmen aus Freistadt begannen 2009 hobbymässig mit dem Umbau von Einzelfahrzeugen. Aus dem Hobby wurde schnell eine marktführendes Technologie-Unternehmen für Batterieerzeugung. Die von Kreisel entwickelte Energiezelle ist für den Elektro-Autobau, sowie für Hausspeicheranlagen gedacht. Ein ganz aktuelles Projekt ist die Schnelllade-Säule mit eigenen Batterien. Im Schnelllademodus können damit bis zu 4 Autos geladen werden, das Netz belastende Leistungsspitzen werden durch die hocheffizienten Batterien abgefangen.

Dr. Christoph Leitinger – Energie AG OÖ, Power Solutions GmbH

Für ein Energieversorgungsunternehmen ergeben sich durch die zunehmende Verfügbarkeit von Elektroautos spezielle Herausforderungen. Mit aktuell verfügbarer Technik und unter Beobachtung der Entwicklungen bereitet die Energie AG OÖ den Weg zur Verbreitung von E-Mobilität für alle aus. In seinem Vortrag betont Herr Leitinger, dass die Energiemenge nicht das kritische Element ist, sondern die Leistungsspitzen. Aufgrund der Prognosen ist davon auszugehen, dass bis 2050 rund 16 Prozent der Energie für Mobilität verwendet wird.

DI. Markus Mitteregger, MBA – RAG, Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft

Herr Mitteregger leitet als Generaldirektor die RAG, das älteste in Österreich bestehende Unternehmen auf dem Gebiet der Erdöl-, Erdgassuche sowie deren Förderung. Die RAG leistet auch einen wesentlichen Teil zur Energie-Versorgungssicherheit von Österreich und Mitteleuropa, da diese eine Speicherkapazität von rund 6 Milliarden Kubikmeter zur Verfügung hat und betreibt. Energieunternehmen und die Forschung arbeiten in Österreich und Deutschland intensiv an neuen Ansätzen, um Strom effizient und in großen Mengen zu speichern. Besonders vielversprechend als Lösungsansatz ist die sogenannte „Power to Gas“-Technologie. Dabei wird erneuerbare Energie in Gas umgewandelt, um dieses dann mit der bestehenden Erdgasinfrastruktur zu transportieren und zu speichern. Durch das Methanisierungsverfahren wird also Strom in Erdgas umgewandelt und damit erstmalig in großem Umfang speicherbar. Gleichzeitig löst diese Methode auch die größte Schwierigkeit der Stromspeicherung, nämlich das Platzproblem.

Dr. Oliver Gebauer – GeoSpy Aerial Imaging & Mapping e.U.

Im Rahmen seiner Dissertation autoBAHN erforschte Hr. Gebauer die Möglichkeiten des autonom fahrenden Zuges. Da es dabei vor allem auch darum geht, die Wirtschaftlichkeit von „unrentabel“ Nebenbahnen zu erhöhen, wurde diese Projekt mit 4,5 Millionen Euro gefördert. Durch die dabei entwickelten Techniken und wissenschaftlichen Erfahrungen kann auf Nebenbahnen die Wirtschaftlichkeit von rund 23 auf über 60 Prozent erhöht werden. Durch die Kostensenkung können Taktfrequenzen erhöht werden und damit der Zug wieder attraktiver für mehr Menschen werden. Die Technik ist ausgereift, es fehlt  an den gesetzlichen Möglichkeiten dies in Österreich umzusetzen.

Resumee

Die rund 80 anwesenden Personen konnten sich bei den Vorträgen und den anschließenden Diskussionsräumen ausführlich informieren und neue kreative Ideen austauschen. Insgesamt ein sehr lehrreicher und informativer Abend. Ein ganz besonderer Dank gebührt den Vortragenden und allen Personen, die mitgewirkt haben diesen Abend zu realisieren.

Danke

Erwin Kargl, MSc

Informationen im Zeitungsartikel von „Umgschaut – Ausgabe März“

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